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auslagerung von Arbeitsgedächtnisprozessen mit hilfe kognitiver Schnittstellen:
eine systematische UNtersuchung von Potentialen, vorteilen und risiken mobiler endgeräte

Projektbeschreibung

Die Nutzung mobiler Endgeräte wie Smartphones oder Tablets zur Auslagerung interner Informationen wie beispielsweise Termine auszulagern hat das Potenzial Begrenzungen des Arbeitsgedächtnisses zu überwinden, die kognitive Leistung im allgemeinem beschränken. Frühere Forschungsarbeiten haben zwar gezeigt, dass vor allem die Zugänglichkeit der ausgelagerten Informationen vorhersagt, ob Informationen tatsächlich ausgelagert werden, bis zum heutigen Tag hat jedoch noch keine Studie untersucht inwieweit durch Touch-Funktionalität gesteuerte mobile Geräte zwischen internen und ausgelagerten Gedächtnisrepräsentationen vermitteln können. Können mobile Geräte die Auslagerung von Informationen begünstigen, und wenn ja, führt das Auslagern von Informationen zu Defiziten im Langzeitgedächtnis? 


In diesem Projekt unter suchen wir systematisch die Potenziale, Vorteile und Risiken, die mit der Nutzung mobiler Endgeräte zur Auslagerung von Informationen einhergehen. Um dies zu untersuchen führen wir drei Serien psychologischer Experimente durch, die den folgenden Teilfragestellungen nachgehen. Die erste Serie zielt darauf ab zu untersuchen inwieweit die intuitive Steuerung mobiler Geräte die Interaktion zwischen internen und ausgelagerten Informationen erleichtern kann. In der zweiten Experimentalserie untersuchen wir die Potenziale der Mobilität solcher Geräte zur Auslagerung von Transformationsprozessen, die anderenfalls die internen Ressourcen zur Informationsverarbeitung massiv beanspruchen würden. In der abschließenden dritten Experimentalserie untersuchen wir inwieweit die Auslagerung interner Informationen den expliziten als auch den impliziten Erwerb von Langzeitgedächtnisrepräsentationen beeinflusst.


Innerhalb jeder der beschriebenen Experimentalserien setzen wir zwei unterschiedliche Paradigmen ein um sowohl eine solide theoretische Verankerung in der psychologischen Literatur als auch eine hohe Übertragbarkeit der Ergebnisse in anwendungsnahe Situationen sicherzustellen. Auf der einen Seite adaptieren wir eine Arbeitsgedächtnisaufgabe (Pattern Copy Task) aus der Grundlagenforschung zur Auslagerung interner Informationen, so dass sie in Versuchen mit mobilen Endgeräten eingesetzt werden kann. Zum anderen entwickeln wir eine neue Aufgabe für Laborexperimente (Video Instruction Task), die darauf abzielt die untersuchten Prozesse in eine Struktur zu überführen, die der täglichen Arbeit mit Wissen ähnelt um die Anwendbarkeit der gewonnenen Erkenntnisse sicherzustellen.



  1. Projektbeteiligte