Broschüre über den
WissenschaftsCampus
Tübingen
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Empirische Bildungsforschung
Empirische Bildungsforschung ist ein interdisziplinäres Forschungsfeld, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Erziehungswissenschaft, Psychologie, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften tätig sind. Interdisziplinären Forschergruppen ist es möglich, komplexe und alltägliche Phänomene des Lernens, der Erziehung und Bildung zu erforschen. Die Empirische Bildungsforschung beschäftigt sich mit den Voraussetzungen, Prozessen und Ergebnissen von Bildung über die Lebensspanne, sowohl innerhalb als auch außerhalb von (Bildungs-) Institutionen. Die Bezeichnung „empirisch“ umfasst unterschiedliche methodische Herangehensweisen. Dabei gilt es, theoretische Aussagen systematisch und intersubjektiv nachvollziehbar mit erfahrungswissenschaftlichen Verfahren zu prüfen und zu begründen. Das Ziel der Empirischen Bildungsforschung besteht darin, die Bildungswirklichkeit zu verstehen und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. Sie zielt daher sowohl auf grundlegendes als auch auf anwendungsbezogenes Wissen.
Während internationale Schulleistungsvergleiche vor allem deskriptive Befunde über Stärken und Schwächen nationaler Bildungssysteme liefern, wird es zukünftig verstärkt darauf ankommen, auch konkrete Handlungsoptionen aufzuzeigen. Im WissenschaftsCampus Tübingen werden daher neben empirischen Bestandsaufnahmen auch (quasi-) experimentelle Untersuchungen und Interventionsstudien durchgeführt. Die Ergebnisse werden dazu beitragen, konkrete Empfehlungen zur Gestaltung eines Bildungssystems der Zukunft zu geben, das neben institutionellen auch informelle Lernumgebungen in ihrer Bedeutung für individuelle und gemeinsame Lernprozesse anerkennt.


